Blechinstrumente ausbeulen

So werden verbeulte Tubas & Co. wieder auf Vordermann gebracht
Autor: Roberto Savaia, Serra Riccò, Italien, [email protected]
Roberto aus Italien repariert seine verbeulten Blechblasinstrumente mit der Hilfe von Supermagneten selbst.
Er verwendet dazu unseren grössten Magnethaken FTN-63 zusammen mit unserem riesigen Scheibenmagneten 45x30 mm.
Der Magnethaken dient ihm dabei als Haltegriff - die Scheibe alleine lässt sich nicht so gut fassen.
Hier sieht man ein verbeultes Euphonium.
Dann lässt er eine Stahlkugel, die etwas kleiner ist als die Beule, in das Instrument rollen. Die Stahlkugel setzt sich natürlich unter dem Magneten fest. Nun bewegt er den Magneten über dem Blech hin und her und die Kugel drückt das Blech mit der Zeit wieder nach aussen.
Damit das Instrument nicht zerkratzt, hat er die Bespannung einer Trommel zwischen Instrument und Magnet geschoben und etwas Öl zwischen diesem Trommelfell und dem Instrument appliziert.
Und so sieht das Instrument nach der Reparatur aus. Alle Beulen sind vollständig verschwunden.
Hier wird ein grösseres Instrument repariert: eine Tuba.
vorher
vorher
nachher
nachher
Schon sehr verblüffend, wie gut das klappt!
reverse hammer
reverse hammer
Um die Dellen an den ganz harten Stellen am Instrument auszubeulen, hat Roberto einen "umgekehrten Hammer" erfunden. Es handelt sich um eine nicht magnetische Stange aus Kupfer mit einem beweglichen, schweren Metallblock auf ihrer Achse, einem Magneten an einem Ende und einem Stopper am anderen Ende (siehe Zeichnung). Als Metallblock kann man zum Beispiel den Kopf eines gewöhnlichen Hammers verwenden. Wenn man nun diesen Hammerkopf gegen den Stopper knallen lässt, so wird ein Teil dieser Energie vom Magneten auf die Stahlkugel übertragen und diese "hämmert" von innen gegen die Delle.
Nachdem Roberto an seinen älteren Instrumenten etwas geübt hatte, traute er sich auch an seine 10'000-Euro Konzert-Tuba (Besson Sovereign 994 in BBb).
Mit Erfolg, wie man sieht.