Fischköder schützen

So wird dem Verschleiss vom Weichgummiködern ein Ende gemacht
Autor: Marquito und Schnöki, Insel Fehmarn, Deutschland
Der Weichgummiköder, der sogar dem Laien bekannt sein dürfte, gehört zur Grundausrüstung eines jeden Anglers. Dieser Köder wird gerne, zusätzlich zum Haken am Bleikopf, mit einem kleineren Drillingshaken erweitert. Diese Massnahme soll die Fangquote erhöhen, falls ein Fisch nur am Köder knabbert.

Bisheriges Verschleissproblem

Der kleine Erweiterungshaken hängt an einer kurzen Schnur. Damit der Drilling nicht einfach nur im Wasser rumbaumelt, hat man diesen bislang mit einem der drei Häkchen in den schmalen Schwanzbereich des Gummiköders gestochen. Der Raubfisch reisst den Haken beim Anbeissen jedoch heraus, was natürlich zu Lasten des Materials geht. Sehr schnell ist der teure Köder unbrauchbar, weil er im zerfledderten Zustand keinen Fisch mehr anlockt - sollte der Schwanz nicht schon ganz abgerissen sein!

Lösungsansatz

Dieses ewige und kostenintensive Verschleissproblem konnte ich ganz einfach mit einem Supermagneten lösen! Ich versenkte im Körper des Köders einen kleinen Scheibenmagneten des Typs S-04-03-N, welcher den losen Drillingshaken an seiner richtigen Position hält, bis er von einem Raubfisch gepackt wird. Der Haken wird freigegeben, ohne das Material zu beschädigen.
Magnet im Inneren des Köders
Magnet im Inneren des Köders
Diese Massnahme schont nicht nur das weiche Material, sondern hat noch einen weiteren markanten Vorteil: Jetzt liegen alle drei Flunken des Zusatzhakens frei und können sauber im Fischmaul fassen, ohne dass dabei störendes Gummimaterial den Weg versperrt.

Einsetzen des Magneten

Mit einem scharfen Messer muss eine kleine Vertiefung für den Magneten geschaffen werden. Nun muss man den Magneten mit etwas Kleber in die Öffnung drücken, sodass das elastische Material den Magneten seitlich umschliesst. Die möglichst enge Passform garantiert einen guten Halt und schützt vor eindringendem Wasser und Rostschäden.
Position des kleinen Scheibenmagneten
Position des kleinen Scheibenmagneten
Im Beispiel wurde mit "Pattex Sekundenalleskleber Ultra Gel" gearbeitet, weil dieser nach dem Trocknen elastisch bleibt.
Meistens quillt etwas Kleber über und dichtet so automatisch den Schlitz ab. Ansonsten muss er nachträglich mit etwas Kleber abgedichtet werden.
Man sollte die Klebestellen regelmässig kontrollieren, um Rostbildung zu vermeiden.
Wer gut basteln kann und es schafft, eine dünne, aber lückenlose Klebeschicht aufzutragen, der kann kleine Magnete verwenden. Wer lieber auf Nummer sicher gehen und grosszügig Kleber auftragen will, der kann grössere und stärkere Magnete nehmen. Diese üben auch durch eine dickere Klebeschicht noch genug Anziehungskraft auf den Drillingshaken aus. Für grosse Haken (z.B. auf Hecht-Angeln) sollten auch etwas stärkere Magnete verwendet werden.

Zusätzliche Einsatzmöglichkeit

Doch der magnetische Gummiköder kann noch mehr: Man kann den Köder fast freischwebend im Wasser anbieten, wenn man eine kleine Korkschraube an ihm anbringt. Um eine möglichst naturgetreue Schwimmposition zu erzielen, muss der Köder sehr gut austariert sein, wobei der Magnet als kleines Kielgewicht dient!
Ich wünsche Euch viel Spass beim Nachbauen und Petri Heil!
Anmerkung vom Team supermagnete: Wer lange Freude an diesem magnetischen Köder haben will, muss den Magneten absolut wasserdicht im Köder anbringen, ansonsten beginnt der Neodym-Magnet mit der Zeit zu rosten. Eine Alternative könnten Ferrit-Scheibenmagnete sein, die rostfrei sind, dafür deutlich weniger stark als Neodym-Magnete.

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