Installation "Haarsträubend"

Der Riesenmagnet MONOLITH sorgt für hochinteressante Ketten-Strukturen
Autor: Jürg Schaufelberger, Weesen, Schweiz
Ich bin schon seit Jahren Fan von supermagnete.ch und habe eine grosse Sammlung von Magneten, die ich immer wieder da und dort in etwas einbaue. Von einem guten Freund habe ich Ende 2011 den Magnet "MONOLITH" (unterdessen leider ausverkauft, aber es ginge auch mit dem Nachfolger MONOLITH 3) erhalten. Der ist zwar imposant mit seiner extrem starken Haftkraft, doch gerade deswegen fiel mir keine sinnvolle Verwendung dafür ein, darum wurde daraus ein kleines, modifizierbares Kunstwerk: "Haarsträubend".

Aufbau

Beim Arbeiten mit dem MONOLITHEN muss man sehr auf das Werkzeug achten, da einem sonst Schraubenzieher und Gabelschlüssel um die Ohren fliegen.
Den MONOLITHEN habe ich in ein Stück Holz eingebaut, damit er oben und seitlich geschützt ist ...
... und dann auf der Unterseite mit einer dünnen Pavatexplatte abgedeckt.
Danach habe ich vier Stützen angebracht. Die Stützen sind aus Plexiglas, das sieht einfach etwas edler aus als Holz.
In den Boden habe ich günstige LED-Schienen ("Ledberg" von IKEA) eingebaut.
Auf der Plexiglasabdeckung des Bodens ist ein Lochblech montiert, durch jedes Loch hängt ein 10 cm langes Kettchen. Ich bin einfach mit einem Magneten (nicht dem MONOLITHEN ;-)) zum Baumarkt und habe geschaut, welche Kette leicht und magnetisch ist. Die meisten sind leider aus einer nur schwach magnetischen Legierung. Die Wahl fiel dann auf eine vermessingte "Gourmetkette" (unter diesem Wort hätte ich eher was zum Essen gehen erwartet).
In die Schlitze der Bodenplatte wird dann der Aufbau mit dem Monolithen gesteckt. Die Kettchen liegen hier noch ganz schlaff am Boden.

Spielen

Bereits 1-2 cm über dem Boden wirkt die Anziehungskraft des MONOLITHEN. Durch ihre kantigen Glieder "kleben" die Kettchen aneinander und verhindern so, dass einfach alle direkt senkrecht nach oben gezogen werden.
Zieht man einzelne "Haare" raus, so stehen diese für sich alleine stabil nach oben.
Ein dünner Holzstab als "Kamm" verwendet, löst die Ketten seitlich voneinander, dadurch werden sie nach oben gezogen.
Nach kurzem Kämmen hat man die "haarsträubende" Frisur erreicht.
Unten noch ein weiteres Video mit Stop-Motion-Technik.

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