Regenvordach fürs Wohnmobil

Hervorragende Belüftung auch bei Regen
Autor: Christian Vierthaler, Zürich, Schweiz
Ich habe mit Hilfe Ihrer Magnete ein sehr praktisches Regenvordach für das seitliche Schiebefenster meines VW-Campingbusses (bereits bekannt aus der Anwendung Fliegengitter fürs Wohnmobil) gebaut. Da die Seitenwände des Busses leicht nach innen geneigt sind, regnet es auch bei senkrecht fallenden Tropfen durch das geöffnete Schiebefenster in den Innenraum. Um dies zu verhindern, genügt ein kleines Vordach über dem Schiebefenster. Dieses kann nun mit 4 Magneten innerhalb von Sekunden aussen angebracht oder wieder abgenommen werden. Damit ist die gute Belüftung - zum Beispiel beim Kochen - auch bei Regen garantiert.

Benötigtes Material:

  • 1 grosser Bogen Papier (zur Erstellung des Schnittmusters)
  • 4 Quadermagnete des Typs Q-15-15-08-N
  • Wasserdichter Stoff in ausreichender Grösse (z.B. von einem alten Zelt)
  • 3 Kohlefaser- oder Aluminium-Stäbe (z.B. Stäbe von einem defekten Lenkdrachen)
  • Gurtband (hier gelb-grün) für die Befestigung der Magnete
  • Schlauchband (hier schwarz-weiss gestreift) für die Ummantelung der Magnete (z.B. in grösseren Bergsportgeschäften)

Herstellung Regenvordach

1. Schnittmuster für die drei Stoffteile erstellen. Das Dach selbst ist am einfachsten (rechteckig), da ist ein Schnittmuster nicht unbedingt nötig. Da die Aussenwand des Fahrzeugs meist gekrümmt ist, sollten die beiden Seitenteile zuerst aus Papier geschnitten und an das Wohnmobil angepasst werden.
2. Konturen mit entsprechender Zugabe für die Nähte auf den Zeltstoff übertragen und die Formen ausschneiden.
3. Stützstäbe in der entsprechenden Länge ablängen. Für die seitlichen Stützstäbe wird zusätzlich noch jeweils ein kleiner Streifen Zeltstoff für die Tasche benötigt, in die die Stäbe dann eingeschoben werden.
4. Ein langes Stück Gurtband an der Längsseite des Dachs annähen.
5. Zwei kleine Stücke Gurtband an die Spitze der Seitenteile annähen.
6. Die drei Stoffteile zusammennähen. Wenn man nicht ganz sicher ist, ob alles passt, sollte man die Teile erst grob zusammenheften und am Fahrzeug ausprobieren, bevor endgültig alles genäht wird.
5. Damit die Quadermagnete nicht zu fest halten und wieder ohne Kratzer von der Karosserie abgenommen werden können: jeden Magneten in ein ca. 10 cm langes Stück Schlauchband einschieben und an beiden Enden zunähen. Am freien Ende lässt sich der Magnet nun sehr leicht entfernen, da er beim Abziehen verkantet wird.


Alternative zu Quadermagneten

Anmerkungen vom Team supermagnete:
  • Statt einen Textil-Schutz aus Schlauchband anzubringen, könnten Sie auch gummierte Neodym-Magnete verwenden, die heikle Oberflächen vor Kratzern schützen. Ihr Vorteil: Sie können einfach auf den Stoff aufgesetzt und nach dem Einsatz wieder entfernt werden. Auch bei längerem Ausseneinsatz beginnen sie nicht zu rosten.
  • Alternativ könnten Sie auch einnähbare Magnete direkt an das Vordach annähen. Auch diese sind dank ihrer PVC-Beschichtung wasserfest.
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Die Schlauchbänder können nun einfach links und rechts auf dem Gurtband des Dachs angebracht werden. Danach wird das Vordach nach vorne geklappt und die beiden kurzen Stangen stützen es an der Karosserie ab. Nun muss das Dach nur noch mit jeweils einem Magneten auf dem Gurtbandstück am unteren Ende abgespannt werden. Das Ganze dauert weniger als 10 Sekunden.
Das fertige Regenvordach kann also mit nur vier Magneten innerhalb von Sekunden aussen am Bus angebracht und genauso schnell wieder entfernt werden. Das Schiebefenster kann auch mit angebrachtem Regendach geöffnet oder geschlossen werden.

Einfacher Abbau des Vordachs

Da die Magnete nicht Teil des Vordachs sind, kann das Dach sehr klein zusammengerollt werden und es nimmt kaum Platz weg. Die im Schlauchband eingenähten Magnete lassen sich sehr gut trennen und können zum Transport einfach irgendwo innen im Camper angeheftet werden. Sie sind dann immer gleich zur Hand, wenn man sie braucht. Es gibt schliesslich noch viele andere Aufgaben für sie als nur die Befestigung des Regendachs!

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